CA 1.5

Kanadische Stürme und ein kleiner Victoria Guide

 

Oh Canada, Du und Deine „Stürme“.

Letzte Nacht hat es durchgehend geregnet und der Wind pfiff gehörig ums Haus. Mich hat das soweit nicht gekümmert, lag ich doch schön in meinem warmen Bett und freute mich auf unseren Trip nach Victoria. Schließlich ist es einer meiner letzten Tage, den ich vielleicht in dieser schönen Stadt verbringen kann.

Später stehe ich dann allmählich auf, alles ist soweit noch in Ordnung. Draußen rollen unsere Hühner wie Fußbälle vom Wind übers Gras, ich dusche in Ruhe und frühstücke im Warmen. Ein ganz normaler Sonntag in Kanada also. Die Welt ist noch okay, draußen zwar etwas windig aber nichts allzu dramatisches. Zurück in meinem Zimmer höre ich dann plötzlich ein verhängnisvolles Geräusch, welches ich lange nicht gehört und nie vermisst habe, es bringt mich aber schlagartig zurück an einen jenen Noverbertag: mit einem „Pling“ verabschiedet sich die Energie und das Licht geht aus.

Zu dem Ganzen hier gibt es eine Vorgeschichte, (besagter Tag im November) aber bis hier müsst ihr erstmal wissen, dass, wenn der Strom wie jetzt aus ist, nicht die Sicherung am Haus betroffen ist, sondern eine der vielen Stromleitungen. So gehört unser Haus jetzt zu einem der glücklichen in einem weiten Gebiet, in dem irgendwo besagtes Stürmchen einen Baum auf eines der Kabel geweht haben muss. Das einzige, was wir nun tun können ist abwarten, bis BC Hydro die Schäden für unsere Area beseitigt hat und wir wieder auf dem Netzt sind. BC Hydro ist neben all der Arbeit, die sie im Folge des Sturmes haben müssen aber immer stets gut vernetzt und so kann man ins Internet gehen, seine Adresse eingeben und nachlesen, wann die Energie ausgefallen, wer genau betroffen ist und weiter wird auch freundlicherweise ein Zeitpunkt genannt, bis zu dem BC Hydro den Strom für deine Gegend zurücksetzt. Soweit so gut. zumindest fühlt man sich bei den Informationen nicht vergessen und der Sonntag geht weiter.

Hier muss man nun wissen, dass ohne Energie natürlich Licht, Kühlschrank, Wifi aber ganz speziell auch der Heater, der meinen Raum vorm Frieren bewahrt nicht funktionieren. Auch läuft die Wasserpumpe der Farm über das Netz, sodass früher oder später die Wassertanks leer sein werden. Ich verdränge jedoch meine Albtraumerinnerungen an jenen Novembertag. BC Hydro verspricht uns immerhin Strom zürück bis Mittag.

Kein Abwarten und Teetrinken sondern ab im Truck, inzwischen im Sonnenschein über einen von herabgefallenen Zweigen übersäten Highway nach Victoria. Als wir aus der Einfahrt kommen sehen wir auch den möglichen Übeltäter- Baum, der quer über die Straße auf die Leitung gefallen ist.

Victoria ist, wenn auch mit einer viel kleineren Bevölkerung als Vancouver, die Hauptstadt von British Columbia. Victoria ist eine kleine, süße Stadt im Süden von Vancouver Island, die sich ab 1843 rund um den Beacon Hill Parc als Fort über die Jahre mehr und mehr ausgebreitet hat. Heute wird das grüne Stadtbild vom Parlamentsgebäude am Inner Harbour geprägt, welches zusammen mit dem Fairmont Empress, einem Luxushotel, in dem schon die Queen schlief, das historische Zenrum Victorias ausmacht. Sehenswürdigkeiten sind Westkanadas ältester Chinatown, das Geburtshaus von Emily Carr, einer berühmten kanadischen Malerin und Schriftstellerin, das Royal British Columbia Museum, die Art Gallery und der große Beacon Hill Park, der 1858 angelegt wurde und in dem man neben vielfältigen Blumengärten in den alten Bäumen freilaufende Pfauen entdecken kann.

In Victoria laufe ich vorbei am Empress Hotel und Parliamentsbuilding, am Inner Harbour enlang und bummel entlang Victorias schönem Stadtzentrum.

Ein paar Tipps für Victoria:

– ein ganz besonderer Laden findet sich in 569a Johnson Street:

In der Smoking Lily findet man hinter einer vielleicht 2m breiten Glasfassade auf 4 Quadratmetern Rücksäcke, Taschen, Schmuck und andere Kleinigkeiten, die von Künstlern aus Victoria entworfen und bedruckt werden. Nicht nur für die modernen Taschen lohnt es sich vorbeizuschauen, sondern auch um so ein winziges, kreativ eingerichtetes Geschäft gesehen zu haben.

– auf der anderen Seite der Straße findet man verschiedene Postkarten, Buttons und mehr im Regional Assembly of Text.  Ebenfalls ein künstlericher Shop, der nur in Victoria und Vancouver seine Artikel handfertigt.

Allgemein ist die Ecke Johnson Street (mit Marquet Square) zu Government Street eine echt gute Einkaufsgegend:

-neben Lulu Lemon’s findet man mehrere echt coole Bekleidungsgeschäfte wie z. B. Suasion

-auf der gleichen Seite wie die Smoking Lily gibt es mehr verrückte Geschäfte, wie z.B. ein Scherzartikelladen mit Beleidigungen à la Shakespeare oder doch Goethe aber auch einer Boutique für erlesene Wellnessartikel.

In Downtown Victoria findet man in Government Street nicht nur Irish Pub und moderne Restaurants sondern auch Souvernierläden, die neben Maple Syrup und Cookies leckeren Smoked oder besser noch Candied Pacific Salmon anbieten.

-ebenfalls auf Government Street für alle Süßen: Roger’s Chocolates. Ein Chocolatier, gegrüdet in Victoria 1885, mit traditionsreichen und kanadisch-englisch angehauchter Schokolade.

aber auch die Rocky Mountain Chocolate Factory, deren Caramelized Apples in Bieber, Angry Bird und Minionform einfach abgefahren aussehen. (siehe Fotos vom 18. September 2014)

Einige  Ideen für ein leckeres modernes Mittagessen in Victoria:

– die Rebar – 50 Bastion Square

das Motto „eating really well“ sage es schon: die Rebar ist zwar eine alteingesessene Adresse in Victoria, die vegetarische und vegane Suppen, Backwaren, vielseitige Salate und Hauptgerichte anbietet, hier wird aber ganz sicher für alle Vitamine gesorgt: neben fancy Gemüse wie jicama im Salat hat man die Möglichkeit in seinen Smoothie zu Jalapenos, Cranberrys und roten Beeten auch Seaweedshots hinzuzufügen- um die besten Nährwerte für ein modernes, gesundes Leben zu erhalten.

Varsha – 101- 1600 Government Street

mexikanisch-indisch gemischte Küche, leckere Tacos, Salate, Quesadillas und co.

Brickyard Pizza

ofenwarme Pizza wird hier pro Stück verkauft oder man sitz im gemütlichen, modern eingerichteten Backsteingebäude

Nach einem schönen Aufenthalt in Victoria fahren wir zurück nach Duncan und… haben immer noch keinen Strom. BC Hydro hat inzwischen die Daten auf ihrer Homepage von 16 zu 18 Uhr und halb 1 nachts geändert. Mein Zimmer ist inzwischen eiskalt, meine Gastmutter ist mit vielen Kerzen ausgestattet vom Einkauf zurückgekommen und ich bin zutiefst dankbar für den Kamin, der das Haus (bis auf mein Zimmer) heizt.

Und nun sitze ich hier, beim Licht einer Kerze unter einer Decke und schreibe an diesem Blogeintrag. Zum Glück ist morgen schulfrei und ich hoffe einfach nur, morgen nicht wie im November aufzuwachen und immer noch keinen Strom oder Wasser zu haben.

Denn Anfang November hatte es hier schonmal gestürmt. Ein normaler Herbststurm am morgen, es waren Elternsprechtage, also für uns keine Schule und mittags ging dann der Strom aus. Soweit so gut. Während wir im Moment zu einem von 190 unglücklichen Häusern ohne Strom gehören, waren im November ganz Duncan und Umgebung betroffen; tausende Haushalte ohne Strom. An jenem Tag in November wurden sogar Abeiter von BC Hydro vom Festland auf die Insel geflogen, Zeiten fleißig auf die Homepage gepostet, geändert und nach und nach kamen immer mehr Häuser zurück aufs Netz. So natürlich aber nicht die Gegend, wo ich lebe. Nach Candlelightdinner gingen alle relativ früh schlafen , schließlich war es schon um 6 überall dunkel und ich muss sagen: irgendwo hat es schon was besonderes nur bei Kerzenlicht und ohne Internet. Man hat wirklich Zeit und Ruhe für andere Sachen, die Stimmung ist besonders und man wird kreativ, wenn man sich im Dunkeln die Zähne putzen muss. Nach einer kalten Nacht mit dicken Socken ging es dann aber am nächsten morgen ungeduscht in die Schule, die schon gestern zurück aufs Netzt gekommen war. Von allen Mitschülern bekam man mit, dass die meisten, ähnlich, irgendwann gestern schon wieder Strom hatten. Doch noch war ich guter Hoffnung, nach der Schule ins warmen Zuhause zurückzukehren. Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Jedoch war, als ich nach dem Rugbytraining eiskalt gefroren nach Hause kam immer noch kein Strom in Sicht. Bei einem weiteren Candlelightdinner, diesmal hatten wir uns was vom Chinesen mitgebracht, da der Kühlschrank inzwischem mehr als 24 Stunden von Netz war, fror ich munter weiter. Das Schönste jedoch war, dass, als ich dann müde und kalt einfach nur ins Bett wollte, die Wassertanks aufgebraucht waren. Und es ist wirklich kein Spaß ohne Wasser, glaubt’s mir.

Irgendwann nachts ging dann nach fast zwei Tagen auch bei uns mit einem leisen „Pling“ der Strom wieder an. Am nächsten morgen duschte ich dann erstmal heiß und ausgiebig und bin seit diesen Erfahrungen zutiefst Kanada- Stromausfall gestört.

Es mag sich für euch vielleicht nicht so furchtbar anhören, aber dieses lange Warten im Kalten mit den ständigen Verschiebungen nach hinten und der Zeitpunkt, als es dann auch noch kein Wasser mehr gab, haben mir einfach den Rest gegeben.

Oh Kanada, bei deiner großartigen Natur und deinen fleißigen, vernetzten so netten Bewohnern- einen weiteren „Sturm“ möchte ich nicht nochmal mit dir erleben.

Da segne ich mir noch die deutschen unterirdischen Stromleitungen oder die oberirdischen Maste, die das, worunter du als  „Sturm“ schwer gelitten hast, bei leichtem verkraften. 😉

So verbleibe ich, wünsche euch eine gute Nacht und hoffe, morgen aufzuwachen und wieder zurück auf dem Netz zu sein. Sonst kann ich hier für nichts garantieren! Die Wahrscheinlichkeit einen dieser so gemütlichen kanadischen Stromausfälle zu erleben ist jedoch relativ gering, also lasst euch davon nicht abhalten einmal Victoria zu besuchen!

(Anmerkung des Autors: Und tatsächlich ging dann auch mitten in der Nacht der Strom wieder zurück. 🙂  )

 

CA 1.4

Part 2.:

Granville Island ist eine kleine Halbinsel südlich von Stadtzentrum, verbunden mit einer Brücke. Früher war es Standort der Schwerindustrie und das prägt heute noch die leichte, kreative , metallene Atmosphäre der Insel.

Als allererstes: Ich habe nicht ganz Granville Island gesehen. In unserem kurzem Zeitplan haben wir nur einen kurzen Bruchteil der Insel gesehen und:

Granville Island ist einer der magischsten Orte, den ich je besucht habe!

Wir fahren also runter von der Brücke, vorbei an hölzernen Stegen, unter einer roten Leuchtschrift her, die uns auf Granville Island willkommen heißt. Als wir den nordwestlichen Teil erreichen, finde ich mich in Harry Potter hineinversetzt: Ich muss mich in der Winkelgasse befinden!

Von unserem Parkplatz in einer Seitenstraße gehen wir im herbstlichen, dunkler werdenden Vancouver in Richtung Granville Public Market. Wir bleiben an einer Glasbläserwerkstatt stehen, wo wir durch die Fenster einen Blick auf den Ofen und die Arbeit des Künstlers erhaschen können. Etwas weiter findet sich ein Granville Island Broom Copany, ein Geschäft voll mit Besen in allen Materialien, für alle Zwecke (Harry Potter, sage ich doch!). Vorbei an Künstlerateliers, die etwas an die alte Schwerindustrie erinnern kommen wir an moderneren Geschäften vorbei, die alle möglichen Scherzartikel verkaufen: Dein-Hund-Als-Magnet, Wasserpistolen, Moose-Droppings (Schokoladen- Mandeln), Bear-Droppings (Schokoladen-Maple-Erdnüsse), Rabbit-,…und viieles mehr. Auch sehe ich ein Geschäft nur mit Süßigkeiten für deinen Hund/Katze, Vancouvers erste Pet-Bakery.

Schließlich erreichen wir das Gebäude von Granville Island’s Public Market und ich befinde mich schlagartig im Schlaraffenland:

Grüne, blaue, lilafarbene Weintrauben, so groß wie Walnüsse, Feigen, Mandarinen, Handtellergroße Äpfel, tausend Sorten von Bananen und alle möglichen Früchte in so vielen Sorten und Farben. Fertiggeschnittene Kokosnüsse neben asiatischen frischen Früchten, deren Namen ich nur vermuten kann. Weiter vorbei an Salat, Gemüse, Pflanzen in Vielfalt und Menge…

Weiter hinten finden sich Käsetheken, Bagelbäckereien (20 verschiedene Arten von Bagel?!), Pralinen, mexikanisches Essen, eine deutsche Wurstbäckerei, italienische Pasta, libanesisches Essen, Törtchen und Muffins und kleine Stände von Farmern „aus der Region“.

Überwältigt von allem gehen wir weiter. Unter einem Dach finden sich verschiedene kleine Geschäfte, ein Laden für tausende Postkarten, ein Laden, der nur Perlen in allen Farben und Formen verkauft, Buchbinder-Stempel, Hüte, Schmuck und Elch-Plätzchenausstecher. Genau hier bist du Richtig, wenn du kleine Geschenke und praktischen Zubehör für dein Leben suchst ;).

Leider geht der Tag langsam zu Ende, in Vancouver ist es inzwischen dunkel und die Lichter der Geschäfte spiegeln sich im nahen Ufer des Pazifiks wieder. Auf unserem Rückweg zum Auto statten wir dem Public Market noch einen letzten Besuch ab und kaufen uns das beste Abendessen, was wir später auf der Fähre verspeisen.

In den verregneten Autofenstern reflektieren sich die Lichter vom nächtlichen Vancouver und wir fahren zurück zur Horseshoe-Bay, wo wir noch auf die Fähre warten, später nach Hause fahren und müde ins Bett fallen.

Ich muss unbedingt zurück nach Vancouver, weiter Granville Island erkunden und mehr von Vancouver sehen!

 

Auch wenn ich euch leider nichts von Vancouvers Chinatown, dem Hafen oder dem Commercial Drive erzählen kann, da dafür der Tag viel zu kurz war, hat sich der Trip nach Vancouver gelohnt: Ich habe viel gesehen, Vancouver hat eine ganz besondere Atmosphäre mit tollen Geschäften, Leuten und Gebäuden. Ich hoffe sehr bald wiederzukommen und euch vielleicht mehr erzählen zu können!

Für Vancouver (und auch für Vancouver Island und Victoria) kann ich euch einen Führer empfehlen, den ich selber noch aus Deutschland mitgenommen habe:

Top 10 Vancouver & Victoria       Verlag: Dorling Kindersley

CA 1.3

Trip to Vancouver!

Part 1.:

Vancouver; drittgrößte Stadt Kanadas, gelegen direkt an den tiefblauen Ufern des Pazifiks, umgeben von schneeweißen Bergen und dichten Wäldern; multi-kulturell, bunt, lebhaft aber irgendwie dann doch eine Stadt mit dem besonderen kanadischen Flair..:

Auch wenn man vom Namen her vielleicht anders denken könnte: Von Vancouver Island ist es schon noch ein kleiner Weg bis zur Großstadt Vancouver. Vancouver Island ist vom Festland nur per Boot oder Flugzeug zu erreichen. Auch wenn es technisch möglich wäre führt keine Brücke über die Meeresenge zwischen dem kanadischen Festland und Vancouver Island.

Der Weg nach Vancouver führt einen also erstmal zu einem der vielen Fährenplätze, die sich z.B. in Victoria oder Nanaimo finden.

Mein Trip nach Vancouver begann früh am Morgen: Aufstehen um halb 6, ein schnelles Frühstück und dann mit dem Auto nach Nanaimo, da die Fähre von dort am kürzesten dauert. Am Anlegeplatz von BC Ferries angekommen, die Tickets für die Überfahrt von uns + Auto bezahlt, starten wir unseren Tag erstmal anständig mit einem Kaffee, auch um uns die Wartezeit bis zur Abfahrt zu vertreiben. Die Fähre nach Vancouver ist ein ziemlich großes Schiff mit 3 Etagen, Sonnendeck, 2 Cafés, Autofrachtdeck und kleinem Casino. Die meisten Passagiere vertreiben sich die ca. 90 Minuten Fahrzeit damit, endlos lange für ein paar Pommes und Burger in der Schlange zu stehen. Jedoch hat man während der Überfahrt einen tollen Blick auf die Küste von Vancouver Island und später auch auf die Bergwelt um Vancouver herum. Mit etwas Glück kann man Orkas und Delfine sichten. Das hatte ich leider nicht, zwar gab es eine Durchsage vom Kapitän über Orkas in der Nähe des Schiffes, doch diese ließen sich im dunklen Wasser nicht ausmachen.

Endlich auf dem kanadischen Festland angekommen, mit unserem Auto von der Fähre gefahren, braucht man noch ca. 15 Minuten auf dem Highway bis man wirklich in Vancouver ist. Als wir über eine Brücke in Richtung Downtown fahren, erhaschen wir einen kurzen Blick auf das verheißungsvolle Vancouver: einige Hochhäuser, viel Glas aber vor allem: viele Bäume und das blau-graue Wasser des Pazifiks machen die Skyline aus.

Da wir leider nur diesen einen Tag in Vancouver haben, sprich: abends wieder zurückfahren, versuchen wir „so viel Vancouver wie möglich“ in einem Tag zu schaffen. Wir beginnen direkt in Downtown, also dem Stadtzentrum, an der Ecke Robson Street zu Burrard Street und laufen entlang Robson Street in Richtung Zentrum.

Robson Street ist eine der Einkaufsstraßen schlechthin: Hier finden sich viele Markengeschäfte, Luis Vuitton neben typischen Souvenirläden mit Maple-Syrup und Elch-Schlüsselanhängern. Hier finden sich unter anderem:

  • Roots Canada ( ja genau, die kanadische Marke schlechthin, die mit dem Bieber)

Das ist die Adresse für Holzfällerhemden, warme Socken, Lederaccessoires oder einfach neue kanadische Mode.

Lululemon athletica lässt sich zwar auch in Victoria auf Vancouver Island finden, kommt aber ursprünglich aus Vancouver. Eigentlich alle Mädchen kaufen hier ihre Leggins, Sporthosen, Tops, Laufjacken und vieles mehr. Die Produkte haben gute Qualität, sind modern und praktisch. Empfehle ich sehr!

  • Und viele weitere Modegeschäfte, Restaurants und Läden!

Auch wenn Robson Street als Einkaufsstraße gilt, sind die Läden nicht so eng, wie ich es z.B. von Köln oder anderen deutschen Städten kenne. Die Häuser sind nicht riesig, Bäume umgeben die hellen Straßen und glücklicherweise haben die Läden fast alle Dächer zum Bürgersteig, da es angefangen hat zu nieseln.

Von Robson Street biegen wir nördlich in die Granville Street ein. Wir kommen am Pacific Centre vorbei:

  • Pacific Centre

Shoppingcenter in Downtown mit ca. 150 Läden, Boutiquen und Fachgeschäften.

Da wir leider nicht viel Zeit haben statten wir dem keinen Besuch ab, sondern gehen im Regen vorbei an Geschäften, Fastfoodketten bis wir uns langsam aus Downtown entfernen und nach Gastown kommen. Auf der Suche nach der Steam Clock nehmen wir die West Hastings Street und biegen in die Cambie Street ein.

  • Steam Clock

Die Steam Clock ist die älteste Dampfuhr der Welt, erbaut in 1875. Alle 15 Minuten beginnt sie zu dampfen und zur vollen Stunde hört man den Westminsterschlag. Am heutigen Standort wurde sie 1977 aufgestellt.

Ja, diese Steam Clock hätte ich schon gerne gesehen. Auf der Suche nach einer 5 Meter hohen Uhr durchstreifen wir die Straßen hin und zurück bis wir zum 3. Mal an einem kleinen, „uhrigen “ Gebilde vorbeikommen. Dieses Mal bleiben wir stehen und lesen uns die Beschriftung durch: „ Die Steam Clock wird bis Dezember restauriert“ und bis dahin findet man nur eine kleine Abbildung von ihr, die Touristen (wie uns) den ursprünglichen Standort zeigen soll. Ja, manchmal macht es Sinn auch mal stehenzubleiben und sich umzuschauen, wenn man nach etwas sucht ;).

Macht nichts, trotz Herbstregen und keiner Steam Clock befinden wir uns in einem wunderschönen Viertel von Vancouver: Gastown

  • Gastown

Gastown ist das Viertel am nördlichen Hafen von Vancouver. Hier sind die Straßen gepflastert und man kann eine Ahnung erhaschen wie Vancouver im 20. Jahrhundert wohl aussah. Unbedingt Die Water Street entlangspazieren! Hier finden sich alle möglichen kleineren Läden, Kunstateliers und süße Boutiquen. Am Ender der Water Street liegt der Maple Tree Square.

  • Maple Tree Square

Ein kleiner, eher unscheinbarer Platz an dem ein wichtiger Teil Vancouvers Geschichte stattfand: Der Kapitän eines Dampfschiffes, John „Gassy Jack“ Deighton , der Gründer von Gastown erbaute hier den ersten Saloon der Stadt. Der Platz ist umgeben von Ahornbäumen und auf einem Bierfass steht die Statue Johns. Weiterhin waren hier das erste Gefängnis und der Wohnsitz des ersten Polizisten Vancouvers.

Wir kommen vorbei an vielen modernen Bistros, Restaurants und Bars und entscheiden uns, uns fürs Mittagessen etwas aufzuwärmen. Ich kann nur jedem empfehlen, der jemals nach Gastown, Vancouver kommt, diese Adresse hier aufzusuchen:

Ungelogen: Hier gibt es den besten Kaffee und Tee! Dabei wird ganz schlicht ein Haselnuss- oder Mandelcroissant (lecker!!) gegessen oder Cookies und Waffeln. Wirklich: auch wenn der erste schlichte Eindruck täuscht; für eine Tasse Kaffee und einen kleinen Snack lohn sich Timbertrain, 311, West Cordova Street.

Aufgewärmt und mit vielen Plänen machen wir uns auf dem Rückweg über Cambie Street, vorbei am Library Square. Wir werfen einen Blick in Vancouvers Central Library, einem hellen, modernen Gebäude und gehen weiter nach Downtown. An der Vancouver Art Gallery werden wir vom Auto meiner Gastmutter aufgesammelt und fahren zusammen nach Granville Island

-.- Fortsetzung folgt -.-

CA 1.1

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CA 1.0

Jaaa, jetzt bin ich schon seit mehr als 3 Wochen in Kanada und denke, ich sollte mich hier nochmal melden.

Wenn auch mit etwas Stress bin ich vom Newark Airport über Vancouver Airport in Victoria angekommen.

Nachdem ich mich ein paar Tage in Kanada eingelebt habe und die ersten Ausflüge in die Umgebung unternommen habe, muss ich sagen: ich fühle mich hier jeden Tag wohler.

Auch wenn die Stadt, an deren Rand ich wohne, nicht sonderlich groß ist, gibt es hier mehrere große Lebensmittelmärkte, 3. Starbucks, 100 Fastfoodketten und einige wirklich schöne Geschäfte.

Allgemein sind die Leute in Kanada viel freundlicher als man es von Deutschland, England, Italien,… gewohnt ist. Kommt man in irgendein Geschäft rein wird man direkt begrüßt und hört ein „How are you?“. Für ein bisschen Smalltalk kann man hier eigentlich jeden haben. Hier in der Region sind die Menschen stolz auf ihre eigenen Produkte, sodass man meistens Essen aus der Umgebung kauft. Da wir uns nahe der Pazifikküste befinden gibt es hier viel Lachs, geräuchert, Lachsburger  oder in verschiedenen Ausführungen.

Schule sollte eigentlich am 2. September beginnen. Jedoch streiken die Lehrer in ganz British Columbia schon seit Sommer und da sie immer noch keine Lösung mit der Regierung gefunden haben treffe ich mich jeden Tag mit ca. 130 anderen internationalen Austauschschülern in der International School. So haben wir Programm im Cultural Center der hier lebenden Natives. Ich war anfangs ziemlich überrascht, da ich nicht wusste, dass es hier eine solche Organisation gibt, die sozusagen alle Austauschschüler von allen Organisationen nochmal zusammenbringt und nochmal eine Stufe zwischen Austauschschüler und richtiger Schule ist. In den jetzt 3 Wochen, in der ich diese International School hatte habe ich einige nette Leute von der ganzen Welt kennengelernt. Wir haben einen Einblick in die Kultur der Natives bekommen, waren Kajak fahren, haben Vancouver besucht und vieles mehr. Von daher ist es eigentlich ganz in Ordnung, diesen ‚Schulersatz‘ zu haben. Schule wird jetzt vorraussichtlich am Montag beginnen, da sich die Lehrer und die Regierung wohl mal geeinigt haben.

Ich stelle noch ein paar Bilder rein, da Bilder euch vielleicht besser Kanada zeigen können, wie ich es jetzt in den letzten 3 Wochen kennengelernt habe.

US 1.1

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US 1.0

Nachdem ich mich von meinem Sweet Home Germany, und meiner Familie verabschiedet habe, geht es für mich erstmal von Köln- Bonn mit dem Flugzeug nach München. Kaum bin ich aus dem Flieger ausgestiegen, treffe ich schon die erste von Ayusa, die mit mir nach New York fliegen wird. Nach und nach treffen am Münchener Flughafen die verschiedenen Flieger aus ganz Deutschland aber auch aus Frankreich an und die Sitze vor unserem Gate nach New York füllen sich mit grün-be-t-shirteten Ayusa-Reisenden.Bald schon merken wir: der Münchener Flughafen ist wirklich kein guter Ort, wenn man hungrig ist: Auswahl gibts, nur ist es leider wirklich teuer.

Nach einem langen aber angenehmen Flug (ein Hoch auf Lufthansa, bei der man wirklich keinen Hunger oder keine Langeweile bekommt ) treffen wir in Newark International Airport an. In Deutschland ist es mittlerweile tiefe Nacht, jedoch verspürt keiner so wirklich Müdikeit.

Das erste, was und im großen Amerika wilkommen heißt und gleichzeitig wachrüttelt, ist die Stimme der sehr lauten, sehr amerikanischen Flughafenangestellten, die uns bis zum Ausgang des Flughafen scheucht. Wir dürfen nicht kurz stehen bleiben, um uns zu ordnen, sondern von ihr wird uns ein Platz im erstaunlich leeren Flughafen zugewiesen, an dem wir wohl keine Leute stören und ein bisschen zu Ruhe kommen können, bevor es mit dem Bus zu unserem Flughafen-Hotel geht. Das erste was man in den USA lernt: Alles, aber wirklich alles ist klimatisiert: Busse, Fluhäfen, Geschäfte, Vorplätze von Hotels aber auch im Orangensaft, Wasser, Tee und neben der Milch finden sich immer Eiswürfel.

Nach einer kleinen Besprechung und einem kleinem Abendessen (amerikanische Pizza, Cookies, Mist (amerikanische Version von Sprite) und Pepsi-Cola fallen wir dann doch müde in unsere Hotelbetten (mit sehr dicken, sehr weichen Matratzen) und schlafen ein.

Auf uns wartet ein volles Sightseeing-Programm in New York!

Ger. 1.0

Vor langer Zeit entschloss ich mich, ins Ausland zu gehen…

Dann wusste ich wohin und auch jemand, der helfen konnte, meinen Traum umzusetzen war gefunden (Ayusa)…

Schließlich wünschte ich mir mal mehr, mal weniger, dass die Zeit bis zum Abflug vorbeigehen würde…

Und jetzt bin ich hier, 5 Tage bevor es für mich erstmal nach New York und dann nach Canada losgeht und entschließe mich, mal endlich meinen Blog zu starten. Zu realisieren, wie schell die Zeit doch irgendwie umgeht werde ich vielleicht , wenn ich im Flieger nach Amerika sitze!

Ich hoffe, mein Blog wird für Euch interessant, hilft Euch in manchen Situationen oder unterhält Euch einfach nur.

Bis bald, ich melde mich (Ihr gerne auch) !

Lou